9500 km später bei Toronto

leider klappt das mit meinen bildern hochladen noch nciht…
aber ihr könnt ja beim andy schauen unter www.thewrongwayround.de.vu

weiter ging es an thunder bay vorbei. der ort machte seinem namen alle ehre. der schlimmste regen den wir bisher hatten. nach einer stunde und ordentlich feucht nahmen wir uns ein motel. dort erfuhren wir dann, dass es immense sturm und hagelschäden in thunder bay gegeben hatte. im prinzip hatten wir glück im unglück.

am nächsten morgen wieder blauer himmel. die landschaft und strasse an den seen und des lake superior entlang sind traumhaft. bis zum ersten rastplatz. an sich nur zum fotos machen und was trinken, doch dann sah ich andis hinterrad. wieder grad am platt werden.
sein dritter platten. aber da hatten wir ja mittlerweile etwas routine. schnell war der schlauch getauscht, aber die luftpumpte zickte etwas und der reifen wollte nicht so richtig… dann hielt ein autofahrer an und fragte ob wir seinen kompressor nutzen möchten. es waren quebecker ;)

hab ich schon erwähnt, dass der canadier sein ausgedienten fuhrpark immer gerne in den frisch gemähten vorgarten stellt. damit der vorbeiziehender verkeher das alles bewundern kann ;)
wenn der canadier etwas verkaufen will, sei es motorrad, boot, auto, schrank, spiegel usw, stellt er es auch in den vorgarten mit einem for sale schild dran.

weiter ging es den seen entlang nach wawa. dort einen zeltplatz aufgesucht auf dem es nur so von pilzen gewimmelt hat. steinpilze (leider alle überreif) sowie grell gelbe und teilweise weisse… sahen etwas wie knollenblätte pilze aus.
ich hatte noch ein paar grapples. ein kreuzung zwischen apple und grape. sieht aus wie ien normaler apfel, schmeckt aber nach traube. sehr seltsam. aber besser als giftige pilze.

ich hatte wieder lust auf mein mückendichtes zelt. es kamen schon die ersten raus und es gab viel stehendes gewässer.
eine gute entscheidung. andi und moritz haben irgendwann aus verzweifelung ihr tipi flachgelegt und sind drauf rumgerollt (von aussen) um die mückenplage innen zu zerquetschen. half aber nur bedingt. sie meinten es wären dort aufeinmal so viele aufgetuahct, dass man gar nicht mehr atmen konnte.
ich hatte da mehr glück. konnte nachte sternenschuppen sehen und satelliten vorbeiziehen. sogar blitzende (von den solarzellen die die sonne spiegeln)

die landschaft immer noch skandinavisch und moränen lastig ging es nach thessalon. dort im lake huron gebadet. wasser warm und flach. selbst 200 m vom ufer weg ging es kaum bis zum bauchnabel. hier könnte ich auch als jesus übers wasser laufen.
es gibt hier unheimlich viele häuser und ehemalige motels zum verkaufen. die gegned hat wohl schon bessere zeiten erlebt

bisher konnte keiner die mz vom moritz zuordnen. beste verfehlungen waren norton und ducati… ok, rot ist sie ;)
erstaunt sind immer alle, dass wir mit solch alten bikes um die welt fahren und von indien nach hause, dann russland etc.
alles halb so wild erzählen wir denen. aber das weiss ich auch erst nachdem ich es gemacht habe.

in thessalon habe ich das halbglied aus meiner kette entfernt. sie hat sich nach gut 8000 km weit genug gelängt um ohne dieses bauteil auszukommen. das war auch gut, denn der stift des halbgliedes war schon halb durchgescheuert. jetzt klingt sie viel besser.

hier gibt es viele pferdekutschen. scheinen amish zu sein. schickes outfit ;)

es ging über manitoulin island weiter zur fähre nach tobermory. die landschaft wird immer englischer. viele eichen, verstreute kl. wälder, wiesen und hecken. sowie die häuser. hier wird wieder aus echtem stein gebaut. typisch englische rote backsteinhäuser.

die fähre geht knapp 2 stunden. auf der fähre waren viele biker. in der nähe war grad eine rally. dort kamen wir auch mit wayne ins gespräch. er fand unsere bullets cooler als jeder harley dort, und das obwohl er selbst eine hat. vor allem was wir mit denen machen. er und seine frau schenkten uns dann ganz überraschen ein paar kleinigkeiten ;) was sie wohl grad im souvenirladen für uns gekauft hatten. das war uns fast schon peinlich. dann kam raus, er hat eine kleine harley werkstatt bei toronto und er würde uns bei dem verpacken der bikes helfen.
denn zwischenzeitlich sagte uns unser spediteur, die bikes müssen auf gabelstaplertauglichen holzkisten verpackt werden… wenn wir keine hätten, kosten diese nur 650 doller das stück. grrrrrrrrrrrrrr
wayne sagte kein problem, er würde was organisieren und wir tauschten tel nummern aus.

auf der fähre ist das rausfahren der mind. 25 bikes ein richtiges spektakel. allein die geräuschkulisse. wartende passagiere machten sogar fotos??!!

in tobermory angekommen staunten wir nicht schlecht über die campingpreise. erst der dritte war normalpreisig. und recht finster… teils in einem dunklen dichten wald gelegen in dem hier und da holzhütten standen. dazwischen zelte. irgendwie eerieee ;)
gut kulisse für einen horrorfilm stellenweise.

am sonntag trudelten wir dann in mississauga ein, nahe am flugplatz bei toronto. dank gregs vergünstigungen haben wir uns in ein marriot hotel eingemietet. mal eine nette abwechslung zu den ganzen motels bisher.

montags mit wayne telefoniert. er hätte schon 3 harley “transportkisten” besorgt, die aus einer auffahrplatte bestehen mit 2 U-halter. für 25 dollar das stcük.:)
er erstmal sind wir zu den niagara fällen gefahren.
WOW.
man kennt es ja von bildern, aber in echt ist es ganz anders. und voller leute. und hotels und casinos und alles was touris so brauchen. parken für autos kosten 20 dollar.
fast den gleichen aufmarsch wie in las vegas.
das gedonner der fälle (es sind 2) ist gigantisch. und der ausblick von canada auch. haben dort in brüllender hitze und knallender sonne 2 stunden verbracht.
wirklich sehenswert.

zurück fing andis kette fiese geräusche zu machen. vermutlich das halbglied oder eine hülse defekt. vor allem beim anfahren unter last. ich habe daher den moritz hinten mitgenommen. wir waren ja nur mit 2 bullets unterwegs.

dienstag (heute) sind wir dann zum wayne…. kisten bauen….

davon später mehr. ;) ))

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