dann gings weiter durch die prärie auf der route 13 nach weyburn. die landschaft wurde flache und baumlos. die ranches eher trostlos und ungepflegt.
in usa wie auch kanada stellt man sein altes auto in den vorgarten, gut sichtbar zur strasse hin. wird nicht wie bei uns in zahlung gegeben oder beim schrottplatz verwertet.
der pickup oder cadillac wird einfach auf den rasen zwischen haus und strasse gestellt. meist stehen da dann mehrere autos im unterschiedlichem verrostungszustand.
so kann man sehen welche autos der farmer (oder auch traktoren) in den letzten 60 jahren hatte. warum die das machen? hatte noch nicht die gelegenheit zu fragen. vermutlich sagen die dem AAA oder CAA (wie ADAC bei uns) wenn das auto kaputt ist nicht wie zu erwarten: schleppen sie mich in die nächste werkstatt…. hier sagt man schleppen sie mein auto in mein vorgarten. da steht es dann …. für uns, um geschichten darüber zu schreiben
es gibt hier orte die heissen pangman, limerick oder cadillac…
in lafleche ging wir in einen chinesen. von aussen schrottig, innen noch schrottiger. wieder eine chinesin die kaum english konnte. alles im laden sah extrem verbraucht aus und mind 30 jahre alt. und seit dem nichts gemacht. ich bestellte omlette und andi und moritz burger. ich grinste schon uns sagte hier werden wir bestimmt alle krank…
andi nickte.
dann entdeckte ich einen zeitungs ausschnitt an der wand, eingerahmt. darauf steht wie sehr jemand aus las vegas den “johnny burger” (so hiess wohl ihr eheman, der auch zahnlos war) sehr gelobt hat und beschrieb es wäre sein bester burger gewesen, und er kenne viele burger läden.
naja. das liess ja etwas hoffen. und tatsächlich. das essen war excellent, günstig und reichlich. krank wurde auch keiner.
Thumbs up…. wenn ihr mal in lafleche seid….
wetter ist heiss und oft blauer himmel. die strassen sind so gerade, dass sie sich meist am horizont zu fata morganas auflösen und spiegeln wie wasser.
in weyburn war der erste campingplatz geschlossen wegen vorheriger überflutung. der 2. war etwas ausserhalb und nicht ganz einfach zu finden.
überhaupt sind hier ganze landstriche immer noch überschwemmt. oft schauen nur die zaunpfosten raus. und viele heuballen sind in seen gestapelt. absicht war das bestimmt nicht. scheint nur langsam abzufliessen das wasser hier im flachen land.
tags drauf weiter auf der route 13…. die in manitoba zur 2 wird. hier wird die landschaft langsam wieder etwas schöner. zumindest gibt es wieder bäume. keine ahnung was aus denen in sasketchewan geworden sind. wieder schön heiss. hier sind die ranches deutlich gepflegter. und alle haben einen riesigen rasen, schön getrimmt und dicht. ist hier wohl sowas wie aus status symbol…. sollte hier mal ein paar maulwürfe aussetzen *fg
viele häuser sehen sehr schick aus. und alles aus holz. bis man mal näher ran geht. das ist doch tatsächlich alles imitat. und das obwohl die doch genug holz hier haben?!
entweder blech oder plastik holz imitat, das ganz fiese ist dann backstein oder holzimitat aus dachpappe. wie dämlich. unisolierte blechhäuser die wie holz aussehen. kein wunder, dass die im sommer klimaanlage brauchen und was die bei minus 40 grad im winter machen will ich gar nicht wissen.
abends den zeltplatz in wawanesa gesucht und schnell gefunden. auch überflutet. mir wurde der weg erklärt zur pferderennbahn wo ein paar eichen stehen. da können wir ruhig zelten in dem verschlafenem kaff. wundere mich wofür die ne rennbahn haben. die cobbles haben auch schon bessere zeiten gesehen.
es war heiss. und abend zudem noch schwül. mind. 100% gesättigte luftfeuchtigkeit. und 100% gesättigte mückendichte. vor allem in den büschen
abends in den whippoorwill restaurant gegangen. von aussen hui, innen sogar halbwegs stilvoll. (für kanada sehr stilvoll)
der koch bedient selbst. seine eltern aus der schweiz, und er ist auch regelmässig dort. dass er kochen konnte sah man an der karte und seinen hosen. ich traute mich an eine pizza, andi und moritz sind ja die burgertester. essen sogar besser als in lafleche. dazu gutes bier. und perfekte strawberry margaritas. (und ich kann das beurteilen
)
danach noch überredet aus einem 2 liter stiefel zu trinken. war ja klar bei wem der stiefel spuckte… ![]()
der wirt erzählte noch viel über land und leute. und meckerte über die menschen aus quebec….
und die bäcker aus kanada die alle nicht backen konnten. damit hatte er sogar recht. er backe deswegen brot selbst und schenkte uns ein laib. das brot war der hammer. 2 scheiben und satt. kein kaugummi brot.
wawanesa ist ein geheimtipp.
es ging weiter richtung ontario südlich an winnipeg vorbei.
hier habe ich etwas gesehen, was ich immer für ein fake foto hielt. gab mal ein bild im internet wo ein rabe oder amsel auf einem bussard sitzt und “mitfliegt”…. die machen das hier wirklich. mehrmals gesehen. während die raben die bussarde angreifen und nerven, fliegen die oft so an, um auf dem rücken des bussard zu landen und hacken dem dann in den nacken. so ne gute sekunde sitzt der dabei auf dem bussard.
hier wird viel öl gefördert. stehen viele ölföderanlagn rum wie von den ewings in dallas.
am strassengraben 2 expander gefunden. dachte die nehme ich mit. sowas braucht man immer. ne stunde später ist der halter meiner cowhorn gebrochen. ahja, dafür war der expander gut ![]()
dem andi ist auch sein rücklicht fast abgefallen.
gibt auch viele raps felder. brauchen die amis ja auch für ihr E10 benzin gepansche. die bullets laufen übrigens recht gut damit.
bald waren wir in ontario. hier gibs schilder die besagen, dass aus dosen essen 500 euro strafe kostet. (lade ich noch hoch)
mz hatte wieder etwas startschwiirigkeiten. lag wieder an den kontakten und wurde schnell behoben.
bei meiner bullet wurde das ventilspiel, wenn heissgelaufen, zu klein. haben wir im wald auch schnell behoben.
die temp sind hier ca 35 grad. perfektes tshirt wetter
dann in kenora ein motel gesucht. dachten wir zahlen etwas mehr, bekommen dafür etwas mehr. leider das gegenteil. schon krass wie die hier bauen. alles aus plastik zusammengeklebt und vernietet.
kenora ist eine schöne gewachsene stadt. danach wurde die strasse wieder richtig kurvig und nett. wenig verkehr, viele runde felsen und seen. so stellte ich mir kanada vor, allerdings mit etwas höhreren hügeln. sieht hier genau so aus wie in schweden oder norwegen. mit gletscher runden moosbewachsenen steinen und seen. sogar die gleichen bäume, und mouses gibts auch (elche glaub ich)
ein ort heisst finnland.
auch hier mögen die menschen die quebecker nicht. die sind ähnglich gehasst wie die … ähmm. ossis?
schade, dass wir dort nicht mehr hinkommen.
an einem kleinen see bei einer rast eine kleine reuse gefunden mit vielen kleinen fischen und einen flusskrebs, der gedanke, dass sie in wenigen tagen am haken hängen war mir doch zu ungerecht. sie wurden freigelassen und haben nun eine 2. chance
leute hassen quebecker
beim rast am see eine kl reuse entdeckt voller kleine fische. habe sie alle freigelassen, der gedanke sie in wenigen stunden am haken zu sehen war mir doch zu ungerecht. jetzt haben sie ne 2. chance
kurz vor atikokan auf gut glück zu einer lodge gefahren, ohne zu wissen wie lodges in kanda sind oder was sie kosten.
die lodges bzw cabins waren wieder aus blech und geschmacklos. und über 140 dollar…. aber wir durften deutlich günstiger zelten, direkt am see. hier sind grad gar keine gäste. ultra ruhig. perfekter see mit grossem steg, fast wie ein pier. gefiel uns so gut, und da wir merkten, dass wir nur noch 1600 km nach toronto haben, beschlossen wir noch eine nacht zu verlängern. perfektes wetter zum abhängen. und es gibt mal internet.( was wieder mal auf meinem alten toshiba notebook nicht geht)
hier könnte ich auch noch 3 weitere tage bleiben. sowas von entspannt.
da es hier nach mücken aussah und ich mal mückenfreie nächte ausprobieren wollte (das tipi ist leider nicht immer ameisen und mückendicht, wenn auch trotzdem legendär cool) habe ich das zelt aufgebaut, welches mir zugelaufen ist
nur das innenzelt aufgestellt und gefällt mir sehr. sternenhimmel offen über einem, mücken haben keine chance, glühwürmchen blinken drassen rum, der mond spiegelt im see, und so konnte ich mal erleben und sehen was hier alles nachts rumläuft und fliegt. da ist mehr los als tagsüber, wildkatzen, bieberähnliches getier, lautlose gleiter (vermutlich eulen) … unglaublich. und ich dachte hier auf der lodge wo wir zelten wird gejagt. gut scheinen die jäger ja nicht zu sein….
hatte zeit mich um den flug von toronto nach jfk zu kümmern. leider war der mittlerweile über 350 euro teuer. aus spass kam ich auf die idee einen flug direkt von toronto nach ffm zu suchen, und den gabs für 20 euro günstiger und zur perfekten zeit
so weit so gut, aber in toronto sind wir noch nicht…..