USA und KANADA

Irgendwann muss ich ja mal anfangen was hier reinzuschreiben. aber bisher ging es mir abends immer zu gut und/oder es war zu viel los, um sich an das notebook zu setzen…. aber jetzt wo ich schon genötigt werde was zu schreiben, und wir heute mal einen zivilisierten campingplatz haben mit strom und internet…
fange ich mal teil 3 an:
USA und KANADA

unmittelbar nach unserem flugfest in bürstadt hatte ich immer noch nicht gepackt, geschweige denn gewusst wo alles ist. naja. wird sich in diesem leben auch nicht mehr ändern….. der vor-urlaubliche packstress.

nach wenigen stunden schlaf mit lufthansa nach L.A. dort angekommen wurde ich sogar ohne probleme durch customs gelassen. meine lieblings cousine in LA, marianne, hat mich pünktlich im weissen mercedes abgeholt. john-john und robbie haben mir sogar ein willkommensbild gemalt. (welches mich nun begleitet,.. siehe bilder)
als erstes ging es zu redondo beach um die füsse nass werden zu lassen. wetter wie immer in LA… perfekt.

danach gings zu mariannes haus in torrance. die bullet begutachtet… sah erstaunlich gut aus. leider alleine, da moritz seine mz schon nach seattle geschickt wurde, weil andy und moritz von kanada aus fahren müssen, da es komplikationen mit der einfuhr von andys bullet gab. dank einem herrn d.h. aus a.a.

dann zu meinem onkel und tante. dort gabs die besten mangos, fachmännisch vom herman geschält. veg. pizza und abgelaufenes bier ;) perfekt sozusagen.
mit herman dann zum triple A gefahren, sowas wie der adac und danach über verschiedene kontakte eine günstige versicherung für 6 wochen abgeschlossen.
dann noch vorbei bei southbay triumph motorcylces die ja schon im vorfeld für mich einen kettensatz bestellt haben. war natürlich noch nicht da. ich wurde auf mittwoch vertröstet.

“nebenan” wollte ich mir eine neues visier für meinen shoei helm kaufen, doch der ist wohl schon soooo alt, dass es den dort nicht mehr gab als ersatzteil. wurde dann dazu überredet eienen neuen zu kaufen. so ein klapphelm mit integriertem sonnenvisier . recht praktisch. und dank dollarkurs sehr günstig. mariannes kinder spielen nun mit dem shoei rum. mal sehen wie lange er es überlebt. :P

ich konnte die werkstatt vom greg benutzen. die war super ausgestattet und war alles da was ich brauchte. marianne meinte immer in der garage wäre chaos und das werkzeug nie auffindbar. ich fand eher das gegentiel. nur gute qualität und alles dort wo mann es vermutet…. was lernen wir daraus? männer gehören in die garage. frauen…
nachdem der kettensatz dann 3 tage später ankam habe ich mich um die bullet gekümmert. reifen gewechselt, batterie geladen, ekliges E10 getankt, öl+filter gewechselt und ein paar kleinigkeiten gewartet.
bei kettensatz war ich überrascht, dass die kette die richtige war mit dem legendärem halbglied. dafür war das vordere ritzel falsch. die hatten das vom 5 gang getriebe geschickt, obwohl ich das denen noch extra gesagt habe.. for the 4-speed gearbox. (lustigerweise bekam andy in vancouver genau die gleichen falschen ersatzteile geliefert…)
naja. scheint noch ganz gut mi tdem alten ritzel zu gehen.beim ölwechsel (die bullet hat 3 ablassschrauben) ist es dann passiert, das eine gewinde, welches seit dem kauf in delhi etwas marode war und mit 2 dichtscheiben “repariert” wurde, wurde weich und kam raus. mit meinem rest loctite eingeklebt und gleich noch bei southbay angerufen ob die M14 helicoils hätten. die meinten klar, ich sollte gleich vorbei kommen. ist ja nur 4 min von mariannes haus entfernt. leider hatten die dann doch nur m12 und wir beschlossen die schraub zusätztlich von aussen einzukleben. sieht gut aus und wird sicherlich halten.
+berhaupt war southbay motorcycles in lomita sehr hilfreich und gaben mir einen ordentlichen discount. zufälligerweise waren gerade ein paar chefs aus indien vor ort um sich den neuen laden anzusehen. die waren erstaunt, dass ich meine bullet bei bei lalli singh in delhi gekauft habe und über deutschland, wladi wostok, LA weiter nach toronto fahren werde… sie haben irgendwas von sponsoring erzählt, aber es blieb beim discount und dem versprechen mir unterwegs zu helfen wenn ich hilfe baucche. es war denen sichtlich peinlich mir die falschen teile geliefert zu haben…
zudem durfte ich noch mit der vom billy idol signierte guitarre posen. und alle waren neidisch, nicht mitfahren zu können. naja… wenn sie wirklich wollten könnten sie ja schon….. das übliche problem wenn man lieber arbeiten geht. ;)

mit melinda war ich dann in malibu sonnenbrillen kaufen und im pazifik schwimmen. dann zu den hollywood signs gehikt mit 2 freunden von ihr.
abends dann noch mit marianne zum cocktail trinken eingeladen worden und von einer parkbank gefallen, was nicht so gut für meine bandscheiben war.
erstaunlicherweise kann man legal in venice beach marihuana kaufen. gibt dort “geschäfte” mit einem medical doctor, der das einem verschreibt, wenn man asthma, arthrose, kopfweh, nausea, schlaflosigkeit oder depressionen hat. so duftete die gegend auch. und das alles in USA… unglaublich.

gegen ende der woche greg kennengelernt, mariannes mann aus new zealand, der momentan in portland arbeitet bei marriots.
er hat mir dann noch einen ipod nano oder shuffle geschenkt und hörbucher von stieg larson draufgespielt. somit war ich abfahrbereit richtung vancouver zum andy.
noch brote von den huettemeyers bekommen und dann gings los die route 101 oder 1 hoch immer an der küste entlang.
landschaftlich sehr spannend an der küste zu fahren. die strasse schlängelt sich immer in sichtweite der brandung. überall surfer und kitesurfer. riesige seals gesehen. wohl eher walrösser. die bullet lief super. konnte richtig gas geben. strasse gut und meist nicht allzuviel verkehr. habs sogar geschafft, sie nach 2 jahren mal wieder in den kurven aufzusetzen. :)
der erste stop war in san simeon, ein kleiner zeltplatz für 35 dollar. sehr basic und in strassennähe. war mir aber recht egal, da ich schnell eingeschlafen bin im russischen minizelt aus nowosibirsk. zum glück war die nacht trocken. zeltplätze zu finden die offen haben und noch plätze frei ist gar nicht so einfach in californien.
am nächsten morgen weiter hoch durch bergige landschaften auf brandungshöhe, oder in serpentinen bis zu 500 meter darüber. sehr coole strasse. bei big sur vobei, monteray, morro bay und santa cruz und den vandenberg rocket test areas. dort hat meine bullet neben einer tomcat kampfjet, sidewinder, amram, polaris und regulus II raketen posiert. ich glaub die bullet könnte auch einen nuklearen sprengsatz zielgenau transportieren ;)

dann gings über die golden gate bridge. davor und danach war nur stau. insgesamt ca 2 stunden stop and go. sehr nervig. und so toll war die golden gate dann nun doch nicht. aber rechts zu alcatraz gewunken. coole insel. sollte man mal besetzen.
hinter der golden gate bei sonoma war dummerweise grad ein nascar rennen zu ende. alle strassen verstopft. ineinem motel/inn gefragt was zimmer kosten und der besitzer wollte erst 179, dann 139 dollar. irgendwie nicht das was ich zahlen wollte. er empfahl mir eine campingplatz bei kenwood, ca 6 meilen entfernt. es wurde langsam dunkel.
aus den 6 wurden dann 20 meilen, vor kenwood hab ich an einer tanke gefragt wo kenwood sei. der “tankwart” gab mir ein karte, sagte aber gleich, er könne keine karten lesen. in kennwood dann in der dämmerung angekommen an einer weiteren tanke gefragt wo der campingplatz sei. ein halb bekiffter rapper mit halboffenen augen sagte es gäbe hier keinen. dann dachte ich mir ich frage mal die kassiererin…aber die sagte gleich, dont ask me, i know nothing here….

wie in russland können anscheinend die meisten hier keine karten lesen. und beim tanken muss man auch wie in russland erst dollars bezahlen, dann tanken, um sich den rest zurück geben zu lassen. oder man bei der kreditkarte an der zapfsäule nach der ZIP code gefragt. das ist die PLZ aber die deutsche geht da nicht… somit sind KK an zapfsöulen oft wertlos

irgendwie wollte ich sowieso nicht in kenwood schlafen dachte ich, und fuhr alles wieder zurück in der dunkelheit und bog ab nach fairfield an der interstate 80. da wusste ich, dass es motels geben müsste. und gleich einen motel6 gefunden für 50 dollar. frisch renoviert und erstaunlich gross. mein bild von motels in der usa waren mehr die, wie bei pulp fiction oder from dusk till dawn ;)
aber so einen hatte ich dann am nächsten tag bei medway in oregon.

weiter ging es die interstate 5 nach norden. die 101 wäre sicherlich schöner gewesen, aber die landschaft wiederholt sich, es war zum teil fast shcon kühl an der küste und man macht kaum KM. und ich wollte ja bis mittwoch in vancouver sein. also durchs sacramento valley hochgedüst. super warm und beste sicht. landschaftlich wie südafrika, mit vielen eukalyptus bäumen und kargen ockerfarbigen wiesen. wo die berge schroffer und höher wurden sah es mehr aus wie in den südfranzösischen alpen. also eine gegend zum wohlfühlen :) ein mind 50 km breites tal mit teilweise schneebedeckte bergen im westen und zerstreute bergmassive im osten.
hatte auch guten rückenwind bei wohligen 40 grad sonne. gut für mich, heiss für den motor, da weniger kühlluft.
seltsamerweise gibt es kaum mücken bis jetzt. wenn ich mich an russland errinere, wo alle 30 sek ein rieseninsekt gegen mein helm prallte und ich mehrmals am tag mein visier einweichen udn putzen musste, so hab ich hier am tag evtl einen! zusammenstoss mit ner mücke. wie kann das sein? haben die ami besseres insektizide als die russen?

dann bei redding etwa ging es in den shasta national park…. hoppala, von ca 40 grad fiel die temp schlagartig auf 20, dann weiter auf gefühlte 12. der über 4000 meter hohe mt. shasta war komplett schnee bedeckt. und windig. in medway dann wieder ein motel6 gefunden. dieses mal nur 40 dollar, dafür aber so wie ein motel aussehen sollte. klein, dunkel, mit aufgebrochenen und reparieren türen und lauter knirschender klimaanlage ;)

unterwegs auf der strasse sind die meisten amis recht beeindruckt von der bullet. wenn man den dann sagt, man ist damit grad durch russland gefahren sind alle sichtlich beeindruckt. die meisten scheinen sogar zu wissen wo das land liegt.
recht viele hier fahren nicht nur harleys, bzw, sie fahren nur harleys, haben aber der “ordnung” halber noch andere bikes in der garage, meist bsa, triumphs und nortons. oder hatten mal eine. gehört wohl zum guten ton, das zweit motorrad. daher kennen viel die enfield.

in oregon wechselte die landschaft von eukalyptus zu eichen. sieht hier ähnlich aus wie in europa. viele rinder und llamas oder alpacas. wer mehr zu llamas mit hüten wissen möchte sollte Karl fragen :)

oder

in oregon wurde ich dann von einem trooper angehalten. sozusagen ein polizist. er wunderte sich über mein nummernschild und wollte meine papiere sehen. dummerweise hatte ich die versicherung noch nicht in papierform sondern nur als pdf in einer email. ich wollte die ja abends in portland beim greg ausdrucken. nun wusste der polizist ganz genau was ich dabei haben musste. und er glaubte mir erst nicht, dass ich die versicherungs police als pdf hatte. er sagte er müsse sowas nicht akzeptieren und wenn ich es nicht dabei habe, dann bleibt das motorrad halt stehen und wir prüfen das alles auf der wache usw….. nach etwas überreden hat er sich dann doch das pdf auf dem notebook angesehen und sogar akzeptiert, allerdings per funk anscheinend überprüfen lassen. da ja sonst alles plausibel war was ich ihm sagte wurde er dann sogar fast nett und ich durfte ein foto für mein album mit ihm machen.
aber soviel zur landläufigen meinung es interessiere niemanden in den USA oder kanada ob man versichert ist oder nicht. das hätte richtig teuer und zeitraubend werden können.

´das alleine fahren hat vor und nachteile zu dem fahren in unserer bewährten 3er gruppe… man kann spontan anhalten zum bilder machen oder ungeplant mal ne seitenstrasse fahren, dafür muss man aber das ganze bier abends alleine trinken ;) ….
die (baldige, ab vancouver) 4er gruppe ist aber auch ganz gut. bei gegenwind oder steigungen, die es in den rockies nun mal gibt, machen der 125er mz arg zu schaffen und sie zweitaktet dann eher gemütlich vor sich hin. andy kann dann mit ihm zusammen fahren und ich mit stefan dann weiter dahinter, oder vorfahren. sozusagen 2 gruppen was es einfacher macht, wenn mal ein paar km zw. uns sind.

ein paar stunden später dann im marriot vorgefahren. beim valet parking sah dort alles erstaunlich “posh” aus. mit goldenen seilen und roten teppichen. einer kam gleich zu mir und hatte die vermutung ich hätte mich mit meiner öligen bullet verirrt. ich sagte ich wolle zum greg, dem financial director. da wurde der angestellte etwas ungläubig oder auch unsicher. ein anderer, der grad einen oldtimer mercedes in die tiefgarage fahren wollte, fragte ob ich johnny sei ;)
dann ging alles ganz schnell und die bullet durfte im valet parking stehen.
greg zeigte mir dann noch die netten locations von portland, wir gingen gut essen, bekam ein schlafplatz sowie frühstück. dann meine versicherungspolice ausgedruckt und es ging auf die letzte etappe nach vancouver.

die fahrt durch washington war sschon routine, die einreise nach kanada mit vollständigen papieren kein problem und kurz darauf den andy im super8 motel getroffen. moritz und stefan waren natürlich auch da

more soon :) von geplatzten reifen und wilden biker partys im toad rock motorcycle campground :P
und bilder folgen auch noch…

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nach einer nacht im überfüllten super8 in vanc hat mich das frühstück des hotels geschockt. sowas von superkatastrophe. kann ich kaum beschreiben. nur in plastikverpacktes süssgebabb.nmit plastik teller und plastikbesteck. und das ist ein mind. 100 betten hotel… kann da der greg nicht mal was machen??

dann die bike beladen und alles verteilt. noch sachen bekommen vom stefan, die er zuviel hatte. und dann gings gleich los richtung osten, an chilliwack vorbei. doch soweit kamen wir nicht.
nach 3 km (höchstens) zickte andys bike rum. stotterte unter last. er tauschte die zundkerze. ging. für eienen weiteren km. also wars was anderes. ich grinste schon und meinte hämisch, das ist ja wie in russland. immerhin shcon 4 km weit. sagte dem stefan (der ja neu in der gruppe ist mit einer honda africa twin) ob er erwartet hätte, dass wir nicht alle 5 km ne stunde anhalten zum reparieren. glaub er war sich kurz unsicher ;)
nach kurzem suchen bemerkten wir, dass sein amp-meter ab udn an nichts anzeigte. kurz drauf eine durchkorrodierte plus leitung gefunden und fachmännisch repariert. ;)

es ging dann über chilliwack durch die berge über hope und nach der wetterscheide war das wetter richtig nett und perfekt. davor war es bewölkt und wenig leichten regen.
blauer himmel und kurvige strassen. viele bilder gemacht. wir wollten dann eine abkürzung nehmen. auf schotterpisten ging es dann weiter… aufeinmal standen wir vor einem stacheldrahtzaun. mit schild, warning border USA. so nah war andys bullet nie an der USA ;) ein paar waldarbeiter zeigten uns dann den richtigen weg. am lake bei osoyoos haben wir ienen zeltplatz gefunden, mit zugang zum wasser. alles recht voll, aber trotzdem ruhig.

dann gings weiter über rock creek nach nelson zum toad rock motorcycle club campground bei balfour. perfektes wetter. beim rock creek einen flohmarkt besucht und amerikanisch gefrühstückt. dort wurden unsere bikes wieder bestaunt. die harleys schaut hier keiner mehr an, zumindest nicht wenn wir kommen. die mz sorgt auch immer für aufsehen, da sie hier doch sehr unbekannt ist…. nur gelegentlich kann jemand was mit mz anfangen.
von einheimischen bikern dort wieder viele tipps bekommen wo wir hinfarehn sollten.
ca 25 km vor dem toad rock (krötenfelsen) fuhr andy beängstigende schlangenlinien und ich dachte erst er lelgt sich aufs asphalt. ähnlich wie damals in griechenland verlor sein hinterrad schlagartig die luft. schlauch geplatzt. und das bei einem neuen duro reifen, den er in vanc hat aufziehen lassen.
zeitgleich!!! grad als stefan gebremst hat wegen andy, ging bei seiner honda die elektrik aus. komplett stromlos. udn jetzt ungelogen ein paar km zuvor machte meine bullet beim bremsen hinten seltsame schleifgefräusche, die ich aber nicht allzu schlimm fand, um nicht noch nach toad rock fahren zu können.

jetzt standen wir mit 2.5 kaputten bikes an einer einfahrt… der rasenmäher mann, also der besitzer der rasengemäht hat und der journalist war kam recht bald zu uns, weil er sich wunderte, dass 2 fremdaussehende motorräder dort grad recht ausgiebig zerlegt wurden. er fand uns und unsere reise alles ganz toll und leihte uns eine gescheite luftpumpte und schenkte dem andy sogar seinen luftdruckprüfer. andy flickte sein hinterrad, und ich half stefan beim kupferwurm suchen. da ich ja schon oft an japanern rumschrauben durfte (dank dem patrick im tune up motorradservice ;) ) wurde der fehler recht schnell gefunden. die verteilung nach der hauptsicherung am anlasserrelais war überhitzt und die kabelschuhe hatten schlechten kontakt. haben irgendwie viele japser, meine gpx fing amit auch schon an. heizgriffe und 2 mal 55 watt lampen tragen ihr teil dazu bei. oxidierte, weiche kupferkabelschuhe auch.

recht schnell gings weiter. (zumindest nachdem stefan beim aufsteigen erst gegen mich und dann über seine hochbeinige enduro gefallen ist ;)
genau 5,6 km weit. dann machte andy den stunt wieder. wieder ohne fast hinzufallen. uns war klar. es lag nicht am loch im schlauch sondern wohl der mantel, also der fast neue duro reifen. der hatte innen einen riss. ich haatte noch einen schlauch. mit einem riesen lkw flickn den mantel innen geklebt und dann zum toad rock geeiert.
vorgefahren und die party war schon im gange. ein band spielte, viele läden, essen, grosse bar und alles voller harleys. 4 tickets für das lange we bis montag gekauft und bevor unser zelt stand hat sich bei den ca 600 bis 800 leuten dort rumgesprochen, dass 4 mad germans with strange bikes hier sind.
toad rock ist eine sehr coole location. normalerweise ein zeltplatz wo alle willkommen sind, vorwiegend biker. zeltplätze teils im wald, teils auf wiesen. mit einzelnen log cabins die auch mal ein ausgedienter alter vw bus sein können. alles mit viel liebe und details gewachsen. saubere klos und gute kostenlose duschen.

hatten schnell kontakt zu den locals. wir sagten wir bräuchten einen neuen reifen für andys bike, da der jetzige duro reifen jederzeit wieder platzen könnte, und andy hatte verständlicherweise gar keinen bock damit weiter zu fahren.
dann meinte der eine biker er kenne einen der einen kennt der englische bikes sammelt. ein paar telefonate später kam dennis um bob. ich hatte mittlerweile mein hinterbremse auseinandergebaut und gesehen, dass nur iene feder defekt war. andy fuhr mit dennis und bob zu dem anderen der reifen und wohl auch federn hatte. schnell war in nelson ein neuer, abgelagerter avon reifen dem andy für faires geld überreicht. es gab auch eine ganze kiste federn, aber eine die bei mir passen könnte fehlte. dann fuhr bob weiter 50 km zu sich und zurück um 2 aus seiner enfield auszubauen. er schenkte sie mir und ich hoffe ich kann es irgndwann mal wieder gutmachen. :)

nachdem die bullets wieder fit waren kümmerten wir uns alle um die honda. haben neue kabelschuhe verlötet. mit schraubenzieher und primus gas grill, da wir keine lötkolben hatten. ging alles gut. bauten noch ein relais für die heizgriffe ein. ich hab in der zwischenzeit mal meine seit 3 jahren verstummte cow horn zerlegt und repariert. primitive indische technik, allerddings laut und effektiv. alle dort liebten meine cow horn. fast so laut wie die harleys dort. kein vergleich zu den zugestopften auspuffen in deutschland.

erstaunlicherweise hatte keiner der harleyfahrer die wir sehen konnten was zum schrauben. da wir über die 3 tage fast jedes unseres bikes leicht auseinandergenommen hatten, meinten einige “zuschauer” ob sowas normal in deutschland sei…
aber sie sagten alle sie wären “jealous” auf unsere tour. ich meinte sie könnte ruhig jealous sein… sie hätten grund dazu :P

steve, einer der toad rock rockers sagte er wolle mit ein paar freunden 2014 nach germany und europa touren. vielleicht besucht er uns ja. würde uns freuen.

ca 80 % der bikes dort waren natürlich harleys. von normal bis ultra gechoppt. ein paar wirklich nette. und ca 30 % der besucher waren frauen. auf eigenen dicken harleys angereist, nicht wie bei uns die höchstens hinten mitfahren. dick waren allerdings nicht nur die harleys ;)

wie bei bike parties üblich gab es viele burnouts, so richtig fette die dicke nebelmaschinen alt aussehen lassen. und ein grosses lagerfeuer. sowie bier ohne ende, welches man aber nicth zum zelnt nehmen durfte. die liquor laws verbieten es. das bier muss dann in kaffeetassen oder coladosen umgefüllt werden. am zelt darf man auch bier trinken. aber dann n icht mit dem bier zum zeltnachbarn laufen. dann muss es wieder in die kaffeetasse rein. oder man trinkt ein bier vom zeltnachbarn,… das ist dann auch wieder erlaubt. aber so wirklich eng sah das da keiner. die wenigsten dort rauchten dort auch tabak. ;) und das juckte auch niemanden allzusehr.
mary, die campground besitzerin freute sich sehr über unseren besuch und stellte sicher, dass wir immer gut gelaunt waren. :)
uns wurden schnell einige biere spendirert. bands und stimmtung waren gut. nächte wwaren lang. sternenhimmel atemberauben.

wir machten von dort einen ausflug nach kaslo, eine angenehme kleinstadt. dort wollte ich mir eine sim karte fürs handy kaufen, damit ich aus deutschland angerufen weren kann, vermutlich nur von meiner firma ;)
aber der verkäufer wusste gleich das wir deutsche sind und sagte die usa und kanada seien das rückständigste land was handys und internet angeht. beim telefonieren mitm handy zahlen immer beide parteien (also auch der angerufene…). bis zu 80 cent die minute, 30 cent bei local calls und die aktivierung der sim karte kostet über 50 euro, dazu kommt noch guthaben, was nie lange hält und sehr teuer ist. selbst in afrika und sibirien sind die da weiter und günstiger.
überhaupt ist das internet hier meist recht lahm, und was schlimmer ist, es bricht ständig alle paar minuten ab. liegt daran, das die hier mit richtfunk arbeiten und nicht mit glasfaserleitungen, sagte man uns.
auf dem rückweg wurden uns die ainsworth hot springs empfohlen. heise eisen und kalthaltige quellen. das war wirklich traumhaft. fast so gut wie die blaue lagune in island :P
ich und stefan sind dann nochmal 10 km offroad einen steilen berg hoch zu den cudo caves gefahren. ich hab dabei ständig meine ölflaschen ausm gepäckträger verloren, ie stefan immer wieder eingesammelt hat ;) so gut waren die strassen.:)
oben lag schnee. die höhlen waren spannend. haben aber nur ca 50 meter erkundet. unsere kleidung und equipment war nicht so sehr perfekt für wasserführende höhlen.
auf dem weg dorthin hat uns rebhuhn ähnliches geschöpf den weg versperrt. weil seine 2-3 babies rumliefen. ich wollte vorbei gehen, da hat das tier einen aufriss gemacht und uns regelrecht angegriffen. sehr mutig für ein schuhkarton grosses federvieh ;)
überhaupt gibt es hier auch viele greifvögel. mehr als im odenwald sogar.

erst dienstag gings dann weiter über die route 31A. die schönste strasse in britisch columibia wie einige leute sagten. sie hatten auch recht. gute strasse, kaum verkehr, viele kurven uns traumhafte bergkulissen. dort angrenzend lag auch sandon. eine ehemalige goldgräberstatd mit einem netten museum. schon krass was da um 1900 los war. 8000 “miners” auf engstem raum. die lebenserwartung war nicht sonderlich lang. lawinen, einstürze, feuer und andere gefahren lauerten täglich. in dem ort gab es damals mehr bordells als kneipen.

dann mit einer kostenlosen fähre über den upper arrow lake. die “matrosin” war wieder mal schweizerin, die heida. sie empfahl uns ein zeltplatz in revelstoke, welches auch von schweizern geführt wurde. am nächsten tag weiter in den nationalpark von banff. die landschaft ist wirklich gigantisch. fange ich gar nicht an zu beschreiben. schaut euch die bilder an.

an einer baustelle kam auf einmal ein älterer herr aus seinem SUV, mit frau und tochter. er kannte gleich die royal enfields und fast sogar die mz. er fragte ob es eine jawa wäre. andreas wurde stutzig und fragte woher jemand in kanada eine jawa kennt. er meinte er macht sein ganzes leben mit motorrädern rum, und ist der erbauer der amazonas 1600 und will demnächst enfields nach brasilien und mexico importieren…

http://de.wikipedia.org/wiki/Amazonas_(Motorrad)

was man für leute kennenlernt hier im outback. wir haben uns dann nochmal an einer raststätte getroffen und wir haben lange gequatscht. sehr zum leid seiner frau und tochter. die sind irgendwann entnervt abgehauen.
Guilherme Filho war total in benzingespräche mit uns vertieft. er spendierte uns “food for the motorbikes” und wir füllten alle unsere tanks auf. dumm dass die nicht fast leer waren ;)
er kommt aus brasilien und fand unsere tour sehr spannend und war begeistert. so sehr, dass er uns nächstes jahr zu einer bike tour durch südamerika eingeladen hat. ;)
wir haben emails ausgetauscht und werden in kontakt bleiben. vermutlich sind unsere bullets nächstest jahr längere zeit in südamerika ;) )))))))))

dort einen abgelegenen zeltplatz gefunden. rampart creek. in dem fast nur RVs stehen, zumeist gemietet von deutschen oder schweizern. trafen dort leute aus darmstadt…. später jemand aus pfungstadt. schlimm diese touris….
beim zeltaufbauen sah ich auf einmal ein bär. der grad im dickicht am verschwinden war. dumm wie wir deutsche sind, bin ich gleich mit moritz und der camera hinterher gepirscht, aber ohne erfolg. der sah so klein und knuffig aus ;)
next day gings die route 93 “icefield parkway” weiter richtung jasper. traumhafte strasse, tief turkisfarbige gletscher flüsse. muss ein traum sien für kajaker. eine perfektgelegene strasse umsäumt von 3500 meter hohen bergen.
dann sahen wir im wald wieder einen bären. der fras munter irgendwelche beeren. andere autos hielten auch an und schauten raus. ich lies vorsichtshalber mal die bullet laufen beim bilder machen. der war nur 5 bärensekunden von uns entfernt. wirkte aber sehr chillig. laut den einheimischen können die aber sehr launisch werden…

in jasper nochmal essen eingekauft. die kanadier haber sogar butter und salatöl in spraydosen ;) und das ist noch nicht alles :)
ab jasper wurde das wetter schlechter. mussten die regenklamotten testen ;(
andy hat sein bike auf einer rutshcigen holzbrücke auf die nassen matschigen bretter geworfen. aber nur leichter schaden an einer blechpacktasche.
abends ein günstiges motel in mc bride aufgesucht in dem ich jetzt erstmal bin.

und immer noch…. wir haben einen tag verlängert. draussen ist das wetter grauselig. nicht weit oben auf den hügeln ist schnee gefallen. und da die wettervorhersage ab morgen über 20 grad und sonne vorhersagt, gönnen wir uns das. sind auch grad dabei die weitere fahrt zu planen. ob wir nach yukon hoch zum watson lake fahren oder hier bei prince george die gegend erkunden und dann uns in manitoba und ontario etwas austoben…. in russland war es einfacher. da gabs nur eine strasse…..

mache mir grad etwas sorgen um moritz. er hat die bibel hier entdeckt….. und liest sie und ist dabei sich darin zu vertiefen :o

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