Tagebuch die 2te

kaum habe ich gesagt, dass die bullets super laufen ging nach veliki luki meine bullet immer öfters beim beschleunigen aus,vor allem im unteren drehzahlbereich.
neue zündkerze oder verstellung des zündzeitpunkts brachten wenig. änderungen am vergaser (zb nadel umhängen oder mit choke fahren zeigten besserung oder verschlechterung) kurz vor moskau wurden die aussetzer dann immer schlimmer und wir hielten an um das problem zu beheben. da änderungen am vergaser etwas bewirkten haben wir den erstmal gereinigt und überprüft. hielt nichts. ansauggummi getauscht… schwimmer kontrolliert, sogar den vergaser getauscht half alles nnicht, änderte nur die art des aussetzen.
andreas, verfechter der mechanischen kontaktzündung, grinste schon, weil er eine kaputte zündbox vermutete. ich als verfechter der kontaktlosen elektronischen zündung wäre natürlich tief gesunken ;)
ich hatte ja eine ersatzbox dabei, die ich dann tauschte. problem war etwas anders, aber immer noch im prinzip gleich…. jetzt wurde sogar ich gefrustet…
dann noch kerzenstecker gewechselt und als allerletztes die zündspule (fängt ja auch mit Z an, macht man bei der alphabetischen fehlersuche ja auch als letztes) ;)

und die zündspule war es dann :) hat nur gut 3 stunden gedauert… rückblickend hatte die zündspule schon seit dem iran eine macke, und ich schob den fehler immer auf die mechanische kontaktzündung/verstellung. ging im stand aus usw…
jetzt läuft sie jedenfalls wunderbar mit ner z+ndspule irgendeiner 125er. jetzt ist der leerlauf so stabil und tief wie noch nie. und zieht gut durch und läuft fast vibrationsfrei zw 80 und 90 , war ich von meiner bullet nie in der art gewohnt :)

die landschaft war bis weit hinter moskau sehr eintönig. eigentlich nur wald. noch nicht mal ne wiese oder stadt liegen an der strasse. strassen meist schlecht, aber für die bullets kein problem. verkehr teils katastrophal und die lkws rußen wie in shekupura. wir hatten ja die hoffnung es wird irgendwann besser.

die mz ging vor nischny nowgorod irgendwann nicht mehr an. minimales nachstellen der kontakte half zunächst.
aber hinter nischny nowgorod ging moritz seine mz einfach an einer ampel aus und nicht mehr an.
andreas war schon vorgefahren und ich schob mit dem moritz die bikes auf die seite. batterie schien leer.
20 meter weiter war jemand auf einer umgebauten chopper ural und wollte grad ankicken und losfahren. als er sah, dass wir ein problem hatten kam er sofort zu uns rüber und stellte sich vor als anton, mit freundin katja.
nach ein paar minuten war auch andreas wieder da. recht schnell haben wir festgestellt, dass eine der 3 zellen der 6 volt batterie einen kurzschluss hatte. mz vibrieren halt doch ;)
anton führte schnell ein paar telefonate und sagte wir sollten eine stunde warten. er fuhr los mit dem chopper. (ohne licht, vorderradbremse und verkabelung! er baut noch an ihr und hat seit dem rohbau erst 40 km gefahren.)
tatsächlich kam er nach ner guten stunde wieder, mit einem kollegen der zwei 6v batterien dabei hatte, sowie schwefelsäure in einer cola pet flasche. die eine passte tatsächlich genau und das problem war schnell behoben. 500 rubel waren auch günstig für den allround comfort service ;)
ich musste gar nicht gross fragen wo wir hier zelten können, da lud uns anton schon ein zu seiner datscha. er besorgte noch brot, würste, bier und chips und wir grillten im völlig verwildertem garten. es kamen noch 2 freunde und dann erfuhren wir, dass katja und die andere frau in einer batterie fabrik arbeiten! wie oft passiert es in russl.and, dass einem die batterie verreckt und 20 m weiter ne frau wartet die in einer batteriefabrik arbeitet?
anton war supernett. ich hoffe mal er kommt uns in deutschland besuchen.

bei kazan sind wir einen recht üblen weg zur wolga runtergefahren und haben dort mal kurz die füsse nass werden lassen.
um und hinter kazan wurde die landschaft viel abwechslungsreicher. voher gab es ja wirklich nur wald, von dem man nur die 3 bäume links und rechts der strasse sehen konnte, da alles flach. jetzt gab es viele seen, bessere strassen mit viel weniger verkehr, hügel, weite wiesen. wie in schweden oder usa. eine echte bilderbuch traumlandschaft… steppen und prairie mässig.
hier wirkt auch alles viel sauberer und gefplegter. man sieht sogar skilifte und nachgebaute skidörfer im blockhaus stil.
die landschaft zw. kazan und ekatarinenburg ist traumhaft schön. das uralgebirge ist allerdings unwesentlich höher als odenwald oder taunus.

bei naberezne celny haben wir uns zum ersten mal etwas verfahren. dafür aber den bisher schönsten platz zum zelten gefunden. und ohne mücken :) und noch iner eule beim jagen zugeschaut. die mücken können hier sonst oft so richtig nervig werden. die würden einem sogar ins auge stechen, wenn man sie nicht vorher zu macht. nicht selten hat man nach wenigen minuten 10 beulen im gesicht. fragt bitte nicht wie der popo aussieht nach dem sch’*****… ;)
am nächsten morgen gings eine extrem holprige strasse richtung M7 nach perm. da ging plötzlich für 2 sek der motor aus. dann wieder normal weiter. ich dachte schon, hoffentlich hats jetzt nicht was von der zündung abvibriert. und nach ca 2 km ging der motor einfach komplett aus. toll…hab nach zündkerze und funke geschaut, erst auch keinen gesehen, dann doch, und sie lief wieder, ohne dass ich was geändert habe…
nach 2 km wieder aus… irgendwie hatte ich das gefühl es ist was ganz banales. hab an allen kabeln gewackelt und sie lief wieder… beim fahren merkte ich dann, dass vermutlich nur der tank leer war. irgendwann trifft es jeden ;) jedenfalls hat sich die zündbox nach dem tanken wie von alleine reparieret *lol (aber hierzu später noch mehr)

aber das hatte auch sein gutes, denn sonst hätten wir denis verpasst…. als wir nach dem tanken wieder losfahren wollten kam dennis und sein freund auf uns zu. beäugten wie immer unsere bikes und fragten erstmal wie schnell. maximum speed. das fragen die meisten hier. und ob 2-takt oder 4-takt.
dann wo wir hinfahren. wladi wostok ist immer das zauberwort damit wir respekt bekommen, allerdings auch für total balla balla gehalten werden. denis fragte dann wo wir heute abend übernachten. wir wollten nach perm. ein paar handytelefonate später (die russen telefonieren ständig rum. beim tanken, fahren, shoppen, pinkeln usw) bekamen wir 2 nummern von mischa aus perm. wir sollten ihn an der grossen brücke anrufen, er sei auch biker.
in perm an der brücke halten ging wegen baustellen nicht, aber an der ersten ausfahrt bei der metro.
den mischa angerufen, er konnte ging tatsächlich ans tel und konnte ein paar brocken englisch. er würde uns in 10 min abholen. daraus wurde zwar ne stunde, aber er kam und nahm uns zu sein zuhause.

erstmal die doppelte tür geöffnet. von der er stolz behauptete die äussere sei 5 mm stahlplatte. und mit mind 3 teils 4-bolzige schlösser verriegelt. innen sahs wohl typisch russisch aus. aber 3 computer mit internetzugang.endlich konnten wir mal ein paar bilder hochladen, auch wenn es mit russischem windows gar nicht so einfach ist. deshalb wurden es auch nciht mehr als 3.
seine frau hat uns gleich lecker bekocht. und lange hat es nicht gedauert bis der vodka auf dem tisch stand. der russische wodka ist wirklich viel milder als das zeuchs was man bei uns bekommt. aber nach gefühlten 15 gläser macht der auch schwindelig. dann gabs noch selbstgemachten cognac oder sowas ähnliches. unterhalten haben wir uns mit händen und füssen und dem russki-germania lexikon. mischa fährt ne hayabusa und schwärmt davon, dass die 300 kmh schafft. auf welchen der 5 guten strassen in und um perm er sie ausfahren kann war uns nicht so ganz klar. vermutlich wegen dem ganzen wodka.
dann wurden die betten für uns freigemacht, mischa schlief auf der couch, seine frau glaub ich schief bei nachbarn. diese art von gastfreundschaft scheint in russland fast normal.
am nächsten morgen (bzw mittag) zeigte mischa uns kurz die stadt perm, seine honda hayabusa mit xenonlicht ohne nummernschild. auf anfrage wo sein schild wäre, meinte er, er fährt seit 4 jahren ohne nummernschild. das sei normal und kein problem. die polizisten schauen bei bikern eh meistens weg.
als wir am frühen nachmittag alles gepackt hatten wollte er schon bikerfreunde aus ekatarinenburg anrufen wo wir auch übernachten könnten. (wenn wir gewollt hätten, haäätten wir uns bestimmt so bis nach wladiwostok durchreichen lassen können) aber der wodka abend war schon etwas anstrengend und wir waren so spät, dass wir es sowieso kaum bis ekatarinenburg geschafft hätten. so gabs mitten im uralgebirge wieder eine angenehme nacht im zelt mit lagerfeuer und bier ;)

haben auch 2 biker aus karlsruhe und mettman getroffen. Mit transalp und afrika twin. Einer im schicken blau-roten lederkombi. Sind zum baikalsee gefahren um dort 3 tage zu verweilen. Sie waren grad aufm rückweg. Und vorhin ein pärchen im ifa w60 allradmonster aus gelsenkirchen. Die wollen damit in die mongolei…
die hatten auch vor dem ural gebirge einen unfall. die achse wurde dabei verschoben und die blattfedern sind gebrochen.
über die hiesige lkw werkstatt konnte er nicht allzuviel gutes berichten…
nach seiner aussage ist für die hier eine reparatur erfolgreich, sobald man aus eigener kraft den werkstatthof verlassen kann. was danach passiert ist zweitrangig….

weiter gings richtung tjumen und heute sind wir 300 km vor omsk. die landschaft wurde nach ekatarinenburg wieder flacher und eine rehct monotone abwechslung zw. birkenwald, landwirtschaft und naturwiesen…
die strassen hier sind zumeist gut bis sehr gut. allerdings wenn sie schlecht sind, dann richtig schlecht. und ein schlagloch oder bodenwelle die die bullet auf anschlag gehen lässt und mich ausm sattel hebt kann überall auf einem warten.
genauso wie der verkehr. meist recht wenig, aber wenn viel dann stocks und stinkts.

andis bullet hat ein kleines problem mit dem leerlauf. der geht nicht immer gleich runter und bleibt oft recht hoch. vermulich der mech. fliehkraft versteller. oft geht sie auch beim anfahren aus. vielleicht kann ich ihn ja überreden meine ersatz kontaklose zündung einzubauen ;)
dem moritz ist ein rohr am auspuff abvibriert.

wir haben mittlerweile 6 zeitzonen hinter uns gelassen, 3 sind noch vor uns. wir kommen super gut voran. warten aber noch auf das dicke ende.
rein rechnerisch müssten wir täglich 270 km fahren. das haben wir soweit jeden tag problemlos geschafft, oft 50% mehr. trotz der bisher recht übersichtlichen schrauberaktionen.

die wiesen hier sind alle voller leben. eine unglaublich vielfalt an blumen, gräser und tiere. und sehr farbenfroh…. violett, gelb, grün, braun und rote pflnazen schmücken die landschaft.
an den strassen sind sehr viele schilder und plakate mit aufschriften die natur, umwelt und brandschutz betreffen. immer mit individuellen, meist russki-comic style grafiken. scheint als ob der umweltschutz hier auch gerade ankommt. allerdings kann es vorkommen, dass man an einem waldparkplatz einen alten ölfilter und daneben ne öllache sieht.

bisher leben wir hier sehr günstig. mehr als 20 euro am tag geben wir kaum aus. einmal täglich tanken für 7 euro (hab ich schonmal erwähnt, dass benzin in atomwaffenländer immer günstig ist?) , und dann noch evtl 5-10 für essen. geschlafen wird im tipi, oder man wird eingeladen.
die bullets laufen nun gut und brauchen zw 3.7 und 4 liter/100km. und schnell genug, dass die ganzen käfer aus den naturwiesen gegen den bremgriff oder finger zerschellen und das ganze gesabber auf die hand spritzt oder den unterarm hochläuft *ihhh. gibt wirklich grosse käfer hier. meist fahren wir echte (gps) 80 km/h.

am strassengraben sieht man mind. alle 5 km kränze oder grabsteine. gibt einem zu denken.
überholt wird hier mit auto oder lkw als ob es keine nächsten morgen gibt. ob links oder rechts ist egal. ob einer von vorne kommt auch meist.

und das tanken hier ist auch nervig. man muss vor dem tanken bezahlen!!!!! was ein müll. und die wollen auch am liebsten wissen wieviel liter. was weiss ich wieviel in meinen tank reingeht….also erst reingehen, auf russisch sagen welche zapfsäule und wieviel oktan (76, 80, 92, 95 und manchmal auch 98 stehen zur auswahl), dann 500 rubel hinblättern. rausgehen tanken, dann wieder reingehen und wechselgeld abholen. und die ganzen getränke kühlschränke sind verschlossen. gehen erst auf wenn der verkäufer mit einer infrarot fernbedienung die türen freigibt.

wetter war bisher supergut. nur heute wurde es merklich kälter und es hat stellenweise leicht genieselt. vor einer woche war es hier noch 37 grad. vor dem uralgebirge sind wir im t-shirt rumgefahren . hier bei tjuma waren es nur 10 grad brrrrr.

Auffällig ist, dass die bierdosen/flaschen immer grösser werden je weiter wir nach osten fahren.
Erst waren es noch 1.2 liter, dann 2 liter, und gestern sah ich schon eine 5 liter bierflasche im kühlregal. mal sehen ob ich dazu weiteres positives berichten kann :P

die stechmücken werden auch immer aggressiver je weiter wir nach osten kommen. ob es da einen kausalen zusammenhang mit den bierflaschen gibt?
mücken stecken bevor sie gelandet sind. der stechrüssel kommt sozusagen zuerst, nicht wie die deutschen mücken, die erstmal rumtasten wo es sich am besten stechen lässt. die letzten beiden nächte haben die uns wirklich den schlaf geraubt. das tipi ist wohl doch nicht richtig mücken-dicht. wir werden uns morgen mal nach moskitonetzen umsehen. und das tipi etwas anders aufbauen, damit die nicht durchs gras am rand rein können. 40 mücken im zelt sind sehr uncool. und die fliegen auch ins auge, nase, ohr und krabbeln in den schlafsack. grrrrrrr. dazu kommen noch die schlimmeren bremsen und minimücken.
autan heisst hier in landessprache moskito repellent. das hiesige soll ja auch helfen.

seit donnerstag ist das wetter deutlich kühler geworden. nachts hat es oft geregnet. beim fahren hatten wir fast immer glück. nur 2 kurze schauer abbekommen. trocken geblieben…
wir mussten uns durch den schlamm vom “zeltplatz” zur strasse zurück kämpfen. waren voll matsch.
bevor ich in eine tankstelle ging machte ich mir die schuhe an einem bordstein sauber. wollte ja nicht den ganzen matsch dort in den verkaufsraum tragen, doch da kam glecih ein “tankwart” und machte mich sehr dumm an warum ein seine bordsteine verschmutze…ich glaub sogar der wollte mich schlagen.

samstag 10. juli. sind kurz vor novosibirsk. wir sind gerade in einer gastiniza abgestiegen. haben die 6000 km geknackt. haben somit fast die hälfte geschaft.
gestern 2 lkw unfälle gesehen. ich wundere mich nicht mehr unfälle zu sehen…
erstaunlich ist auch was sich hier so alles in den teer-strassenbelag einfährrt: schrauben, bremsbacken, scheibenbremsen, abspanngurte, sogar ein teil eines kardangelenks war schon in der stasse eingefahren. könnte ich immer rechtzeitig anhalten, würde ich einen bilderband machen… schraubenzieher habe ich auch gesehen.

die gegend um und ab novosibirsk ist wieder super abwechslungsreich und schön geworden. viele hügel und kurvige strassen, mit kleinen alten holzhäusern hier und da.
generell sind die strassen (ausser um moskau) hier sehr sauber. die böschung wird immer gemäht und sauber gehalten. lediglich die rastplätze mutieren zu müllkippen.

in novosibirsk hielten wir an um nach moskitonetzen zu schauen.
gabs wieder mal keine im shopping center. ich versuchte es im baumarkt und die hatten nur 1. für 400 rubel. und ein mini 1-mann zelt für 500 rubel. das kaufte ich dann auch. obwohl 2 meter draufstand ist es nur 180 lang. also leicht zu kurz. geht aber, und man kann die sterne und satelliten nachts vorbeiziehen lassen. und absoluten mückendicht. welch eine wohltat.

auf der hauptstrasse haben wir an 2 tagen 3 mal die gleich trickbetrüger gesehen. haben immer auto mit englischen, litauischen, französischen oder italierenschen kennzeichen, immer 2 autos auf einmal und winken wild man solle anhalten und helfen. vermutlich wollen die nur geld schnorren. und dann 1 km weiter auf der gegenfahrbahn genau das gleich spiel… looser. ;) wer anhält doppelt looser ;) )

heute ist montag der 12.juli. sind kurz vor krasnojarsk. wetter wieder bestens seit sa/so. wenn überhaupt höchstens mal einen kurzen mini schauer. fast immer führte die strasse an den schauergebieten vorbei. nur mit dem ständigen regenklamotten an und ausziehen war etwas nervig. hat man sie an isses trocken und…
und ich liege in meinem neuen zelt :) stolz wie oscar.

die polizei steht relativ häufig an der strasse mit radarpistolen. meist um grössere ortschaften. zu schnelles fahren soll aber nur 300 rubel kosten (8 euro) wir wurden bisher nur 2 mal kurz rausgewunken. weil moritz mit der 6 volt mz meist ohne licht fährt. sind immer nett und sagen wir sollen mit licht fahren. kostet auch nix ;)

unser tagesablauf hat sich ganz gut eingependelt: morgens zw 7 und 11 aufstehen. zelt abbauen, packen, losfahren, fahren, wald sehen, fahren fahren, essen, tanken, fahren , abfahren innen wald zum zeltplatz suchen, zelt aufbauen feuer machen, essen kochen, bier trinken, einschlafen… :)

heut mal spass beim tanken gehabt.
war eine uralt tanke mit zapfsäule die keine digitalanziege hat, sondern einen analogen zeiger. wie in den alten us-filmen.
naja. zapfpistole rausgenommen. auf den reset knopf gedrückt und schon schoss in einem hohen bogen ein mind 5 meter weiter strahl über die bullets auf der vorhof. bis ich kapierte, dass die arretierung noch drin war und ich nochmal die pistole drücken musste waren bestimmt schon 3 liter schön verteilt. glaub ich hab dabei verdammt dumm und verdutzt geschaut.

hab heute gemerkt, dass meine bullet gelegentlich einfach ausgeht, dann wieder ganz normal an. liegt am zündschloss. das spinnt manchmal. werden wir morgen mal zerlegen und reinigen.

die strassen sind generell viel besser als erwartet. und die landschaft abwechslungsreicher als gedacht, oft sogar richtig schön. wie im bilderbuch. und wenn man dann noch glück hat und am wald einen zeltplatz ohne mücken erwischt könnte man es fast paradies nennen :P

die russen sind auch alle sehr hilfsbereit und freundlich. oft ist man sich unsicher, einige sehen schon wenig vertrauenserweckend aus, aber nachdem man erklärt hat woher man kommt und wohin man will ist der bann gebrochen. nur reden die dann ständig und fragen viel zu viel, obwohl wir denen erklären wir verstehen nichts weil aus germania. ist denen egal, die reden munter weiter. 20 minuten am stück ist keine seltenheit.
und sie winken uns aus dem auto und vom strassenrand immer zu. so 3 oldtimer motorräder mit gepäck fallen hier schon sehr auf. der auspuff wohl auch ;)

bald sind wir in krasnojarsk und dann am baikalsee…

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