nachträgliches Tagebuch

samstag früh…
Andy und Moritz kamen etwas später als geplant, da sie noch mit einer umleitung in gernsheim zu kämpfen hatten. Was mir auch sehr recht war, da ich noch am packen war. Just in time as usual.
Böse zungen aus seiner familie haben gewettet, dass die bullet und mz es noch nicht mal über den rhein, geschweige denn nach polen schaffen…. Kann ich schonmal vorweg nehmen. Alle wetten verloren ;)

Dann noch kurz zu tune up in darmstadt eberstadt. Patrick Gelbarth hat mir noch einen ersatzreifen bestellt. Den kurz festgezurrt, verabschieden, witze gemacht ab wann ne bikertour weit ist oder nicht und dann recht unspektakulär auf die A5 und A4 richtung chemnitz.
Fast ne stunde gebraucht um den campingplatz rabenstein zu finden….(und wir wollen wladi wostok finden ;) )
Dort das ultracoole tipi zelt vom andy aufgebaut. Geht superschnell und hat platz ohne ende. Davon wird bestimmt noch mehr berichtet.

Tags drauf rein nach polen richtung nordost. Die strassen alle etwas triste und langeweilig. Die landschaft unspektakulär und alles etwas verkommen. Aber dafür gut kilometer gemacht und abends im wald das tipi aufgebaut. Nachts noch von wildschweinen besucht worden und ein reh.

Nächsten tag ein paar hinterland strassen benutzt die auch landschaftlich etwas netter waren.
Allerdings kam ich mir in polen eher wie in frankreich vor… geschäfte wir intermarche, bricomarche, kaufland und media markt taten ihr übriges ;) hat nur noch ikea gefehlt, oder war das auch da?

Dort auch gleich den ersten crash gebaut: andy als erster bremste um in einer seitenstrasse pause zu machen, ich merkte es erst als moritz am bremsen war, und nach ca 3 sekunden extrembremsfading machte mein sturzbügel bekanntschaft mit dem andy seiner blechpacktasche. Mit dem ergebnis, dass seine nun ne delle hat, genauso wie mein schutzblech vorne. So nah war sich unsere bullets noch nie ;)

Dann abends auf dem marco polo altas ein campingzeichen ausfindig gemacht und hingefahren.
20 km übelster schotter und kopfsteinpflaster… wie dann auch erwartet war am see keine spur von campingplatz. Danke marco polo ….
Aber die nächstbeste familie am see gefragt ob wir dort zelten können und war natürlich kein problem.
Landschaft wie in schweden. Traumhaft. Hatten nur kein bier…
am nächsten morgen nervte dann ein bauer, der seine gülle genau dort abpumpen wollte wo unsere bullets standen.

Weiter gings durch triste polen über augustus, welches dann noch recht nett aussah und wo es die ganzen zeltplätze gab die im atlas nicht drinstanden, nach litauen.
Litauen gefiel uns auf anhieb besser. Landschaftlich wie auch die häuser, meist aus altem holz, und bunt wie in schweden.

Die strassen waren auch kurviger und kleiner. Bullet territory. Leute nett und hilfsbereit, landschaftlich super schön und meist recht wenig verkehr auf guten strassen.
In litauen ist zelten an einfachen zeltplätzen frei. Haben einen superschönen am see bei utena gefunden. Dort gabs auch schon bier in pet flaschen zu 1.2 oder 2.0 liter ;)

Nachts die akkus aufgeladen und am nächsten morgen war meine bullet batterie leer. mein energiemanagement ist leider miserabel. Notebook laufen lassen geht mit der alten bullet batterie leider gar nicht. Daher auch erst jetzt eine nachrihcht.

Die leute hier überholen oft wie die irren. Die kränze und kerzen am strassenrand sprechen eine sprache für sich.

Dann gings über lange schotterpisten durch lettland zur russischen grenze. Unsere bikes sehen momentan eher staubweiss als alles andere aus.

An der grenze sind wir natürlich erstmal an der autokolonne vorbeigemogelt um dann gleich ne abfuhr zu kassieren von der frau im grenzhäuschen. Allerdings müssten wir uns nicht hinten wieder anstellen wenn jeder 5 euro zahlt ;)
Am 2. Häuschen wurde von der beamtin gleich meine rahmennummer bemängelt. Sie würde ja wie selbstgemacht aussehen und ob das motorrad geklaut sei… tse tse. Wie die nur auf sowas kommen??
Der 2. beamter meinte dann die nummer sieht halt aus wie von einem alten motorrad. ;)
Dann wurde moritz noch dumm angemacht ob er überhaupt ne 150 fahren dürfte wie auf dem typenschild steht, aber das missverständnis wurde dann auch ausgeräumt.
In russland angekommen wurden wir gleich pampig angemacht warum unser einreiseformular noch nicht ausgefüllt war.
Am 2. Häuschen in russland mussten wir dann ein anderes formular 4 mal doppelt ausfüllen weil kleinigkeiten falsch angekreuzzt waren. Auch das haben wir überstanden und in unter 2 stunden die grenze verlassen.

Sprit kostet hier grad mal 50 cent. Die strassen sind gewöhnungsbedürftig. Die ersten gefühlten 100 km gabs nix als wald.
Dann schaschlik und rote beete suppe gegessen und in velikie luki ein hotel aufgesucht um sich registrieren zu lassen.
Um unsere bullets um mz sammlten sich gleich 9 motorradfahrer. Es hat sich wohl schnell rumgesprochen, dass hier ausländer mit seltsamen bikes angekommen sind. Die russen hatten fireblades, cb1, dicke chopper, kutten, bier und verchromte helme ;) und fahren ständig die downtownstrasse im ersten gang bis 130 :o hauptsache gehört zu werden. Nummernschild und helm brauchen die dafür auch nicht.

Soweit fürs erste…
Die bullets und mz laufen besser als erwartet. Die kontaktlose boyer zündung bei mir funktioniert wirklich gut, auch wenn ich mir nie sicher bin ob der zündzeitpunkt richtig ist.
Die neue jacke passt gut, wetter ist der hit, nur blauer himmel. Und noch mit niemandem streit angefangen.

More soon…..

цшк ыштв тгтв ысрщт шт зукьюююю

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